München. Der Schock sitzt tief - noch heute. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war Toyota nahezu pleite und musste auf Druck der Banken massenhaft Arbeiter entlassen. „Seitdem waren wir nicht mehr gezwungen, jemandem zu kündigen", sagt Toshio Horikiri, CEO von Toyota Engineering. Inzwischen ist unternehmerische Nachhaltigkeit Teil der Konzernphilosophie und „beschränkt sich nicht auf soziale Aspekte", wie Stefan Crets, leitender Manager für Corporate Social Responsibility (CSR) bei Toyota Europa, betont. „Der Fokus liegt auf der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Stärke des Unternehmens", erklärt Crets.
Dazu gehört, dass Toyota seine Mitarbeiter bei der Karriereplanung unterstützt und auf ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit achtet. Im Gegenzug wird von der Belegschaft erwartet, Ideen für soziales Engagement und nachhaltige Produktion zu liefern. „Allein für soziale Projekte wenden wir in Europa zehn Millionen Euro pro Jahr auf", sagt Crets. So wird etwa in Deutschland die Initiative „Plant for the Planet" gefördert, bei der bis 2009 eine Million Bäume für den Klimaschutz gepflanzt werden sollen. Auch Konzernchef Katsuaki Watanabe nahm zu einer Pflanzaktion beim Prius-Werk Tsutsumi den Spaten in die Hand. Rund um das Vorzeige-Werk soll ein Park mit 50.000 Bäumen entstehen, um - wie das gesamte CSR-Programm - „langfristig Wachstum zu sichern".