Detroit. Dem verlustreichen US-Autobauer Chrysler droht wegen eines Streits mit einem Zulieferer der komplette Stopp seiner Produktion. In ersten US-Werken stehen die Bänder bereits still, weil zahlreiche wichtige Plastikteile fehlen. Bis Ende der Woche könnten alle 14 nordamerikanischen Fabriken betroffen sein, bestätigte eine Sprecherin des Autoherstellers am Montagabend.
Chrysler hatte Ende vergangener Woche seinen Vertrag mit dem kriselnden US-Zulieferer Plastech Engineered Products gekündigt. Unmittelbar danach beantragte Plastech vor Gericht Gläubigerschutz. Chrysler fordert nun von Plastech die Herausgabe wichtiger Werkzeuge und Maschinen zur Produktion. Plastech lieferte dem drittgrößten US- Autobauer bislang rund 500 Bauteile.