Bamberg. Der Autohersteller Audi ist bei der Händlerzufriedenheit der Aufsteiger des Jahres. In der Studie der Bamberger Forschungsstelle Automobilwirtschaft (FAW) arbeitete sich Audi von Platz zehn auf Rang zwei vor. Audi schloss damit in der Tabelle der 25 Fabrikate mit der größten Händlerzufriedenheit punktgleich zum Dauerspitzenreiter Subaru auf, wie die FAW am Mittwoch in Bamberg berichtete. BMW fiel auf Platz drei zurück. Am Ende der Rangliste lagen demnach Peugeot und Alfa Romeo.
Verlierer der Befragung von 958 Händlern ist Toyota auf Platz 22: Die Japaner belegten 2005 noch Rang vier und büßten binnen zwölf Monaten weitere sieben Plätze ein. Der Leiter der Forschungsstelle, Prof. Wolfgang Meinig, sieht in der nachlassenden Zufriedenheit der Autohändler mit ihrem Markenhersteller einen "oft unterschätzten Früh-Indikator für Unternehmensmisserfolg".
Die Steigerung der Zufriedenheit der Audi-Händler um 0,5 auf 4,5 Punkte führt Meinig dagegen auf die Vision des Ingolstädter Unternehmens zurück, bis zum Jahr 2015 "Imageführer in Emotion und Qualität" werden zu wollen. Vom gestiegenen Qualitätsbewusstsein bei Audi habe der gesamte VW-Konzern profitiert. Die Marke Volkswagen verbesserte sich um sechs Plätze auf Rang zwölf. Skoda belegt Rang sieben, Seat dagegen nur Rang 18.
Opel sei "nach zwei Jahren positiver Produktqualität ins Hängen" gekommen, sagte Meinig. Der Hersteller sei binnen eines Jahres von Platz drei auf Platz neun zurückgefallen. Porsche setzte den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort und belegt nun Platz sechs. Mercedes-Benz legte zwar in der Händlerzufriedenheit um 0,2 Punkte zu, fiel aber in der Rangliste um einen Platz auf Rang 14 zurück. (dpa/fin)