Washington. Für die ums Überleben kämpfende US- Autoindustrie ist vorerst keine schnelle Staatshilfe in Sicht. Die geplante Finanzspritze in Milliardenhöhe droht an politischen Streitigkeiten in Washington zu scheitern. Wie US-Medien am Donnerstag berichteten, gehen die Demokraten im Senat davon aus, dass es angesichts des Widerstands der Republikaner keine Mehrheit für ein Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Dollar gibt.
Die Demokraten sagten daher eine erste geplante Probeabstimmung ab. Spitzenpolitiker der Partei verlangten von den Autobauern stattdessen die rasche Vorlage eines konkreten Aktionsplans, wie die Industrie ihr eigenes Überleben sichern will. Präsentieren die Konzerne ihre Vorstellungen über Umstrukturierungen bis zum 2. Dezember, könne es schon in der Woche darauf zu einer neuen Runde von Anhörungen im US-Kongress kommen, sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid.
"Wir möchten einen Weg erkennen, wie sie ihre Überlebensfähigkeit sichern wollen", fügte die demokratische Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hinzu. "Solange sie uns keinen Plan zeigen, bekommen sie kein Geld zu sehen", betonte sie.