Köln. Mit dem IS F ist Lexus angetreten, um in der Liga der Hochleistungslimousinen mitzumischen. Dort spielen bislang ausschließlich deutsche Premium-Produkte eine Rolle. Zusatzbezeichnungen wie M (BMW), S (Audi) oder AMG (Mercedes) weisen auf Dynamik und Performance hin. Die Toyota-Tochter hat nun ihrer kleinsten Limousine IS den Fünfliter-V8 aus dem LS 600h eingepflanzt, der jetzt 423 PS und ein Drehmoment von 505 Newtonmeter entwickelt. Im Gegensatz zu den meisten deutschen Alltags-Sportlern hat Lexus die Höchstgeschwindigkeit nicht auf 250 km/h begrenzt, sondern lässt 270 km/h zu.
Zusätzlich soll die markentypische Vollausstattung den Lexus-Verkäufern als Argument gegen BMW M3 oder Audi RS4 dienen. So sind Leder, Navigationssystem und auch eine Mark-Levinson-Soundanlage im Listenpreis von 69.600 Euro enthalten. Die Aufpreisliste umfasst nur Metalliclack, Schiebedach und das Pre-Crash-Safety-System (PCS). Geschaltet wird über das ebenfalls aus dem LS bekannte Achtgang-Automatikgetriebe, das für den IS F jedoch noch etwas "schärfer" gestellt wurde und einen kompletten Gangwechsel in 0,3 Sekunden schafft. Jährlich 6000 Einheiten will Lexus vom IS F produzieren, 600 davon kommen nach Europa, und wiederum 200 davon sollen in Deutschland abgesetzt werden. Alle 42 deutschen Händler dürfen den IS F verkaufen und haben nach Angaben von Lexus Deutschland auch schon fleißig bestellt.