Dearborn. Der US-Autokonzern Ford wird angesichts der nachlassenden Nachfrage, steigender Rohstoffpreise und der schwächelnden Konjunktur sein Gewinnziel nicht wie geplant erreichen. "Es sieht so aus, als ob wir länger brauchen, unser Ziel zu erreichen, in Nordamerika wieder profitabel zu arbeiten", sagte Ford-Chef Alan Mulally in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Konzernweit werde Ford 2009 den Break-Even schaffen. Wachstumstreiber sollten dabei die Regionen Europa und Südamerika sein. Ursprünglich wollte der Konzern im kommenden Jahr bereits Gewinne schreiben.
Ford wird Gewinnziel nicht erreichen
Ford will den Schwierigkeiten auf dem nordamerikanischen Markt mit weiteren Kosteneinsparungen und einem veränderten Produktmix kontern. So will der Autobauer angesichts der steigenden Benzinpreise in den USA die Produktion der spritfressenden Geländewagen (SUV) und Trucks runterfahren und dafür kleinere und benzinsparende Autos bauen.
Ford hatte bislang ab 2009 dauerhaft schwarze Zahlen im Konzern geplant. In Europa und anderen Märkten außerhalb der USA verdient der Hersteller im Gegensatz zum Heimatmarkt Geld. Für 2009 erwartet Ford nun konzernweit lediglich, vor Steuern und allen Einmalkosten für die Sanierung etwa die Nulllinie zu erreichen. Im ersten Quartal dieses Jahres hatte der zuletzt unter Milliardenverlusten leidende US-Hersteller auch dank eines guten Europageschäfts überraschend 100 Millionen Dollar Gewinn eingefahren.
Insgesamt plant Ford, die Produktion im zweiten Quartal um 15 Prozent zu drosseln, im dritten um 15 bis 20 Prozent und im vierten Quartal dann noch mal um bis zu acht Prozent.
Für den gesamten US-Markt erwartet Ford im laufenden Jahr nun nur noch einen Absatz aller Hersteller von 15 bis 15,4 Millionen Wagen. 2007 waren die Verkaufszahlen um 2,5 Prozent auf 16,15 Millionen Wagen gesunken - der niedrigste Stand seit Ende der 90er Jahre. (dpa/fin)