Wolfsburg. Der Autobauer Volkswagen hat im zweiten Quartal nach Meinung von Analysten der Abkühlung der Automärkte in Nordamerika und Westeuropa getrotzt und seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Dank höherer Verkaufszahlen in China, Südamerika und Osteuropa dürften auch Umsatz und Gewinn zulegt haben. "Wir sehen keinen Grund, warum VW im zweiten Quartal enttäuschen sollte", sagte ein Analyst. Obwohl das zweite Quartal 2007 schwer zu schlagen sei, sehe er die Rendite auf dem starken Vorjahresniveau, fügte ein anderer Experte hinzu. VW will seine Zahlen für das abgelaufene Quartal am Mittwoch (23. Juli) vorlegen.
Im Schnitt rechnen die zehn von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten in den Monaten April bis Juni mit einem Umsatz von 29,285 Milliarden Euro, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit fiele das Plus beim Umsatz aber geringer aus als beim Absatz. Konzernweit hatte VW seine Auslieferungen im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent auf 3,27 Millionen Fahrzeuge erhöht, wie der Konzern am Montag mitteilte. Den operativen Gewinn sehen die Analysten um 5,8 Prozent auf 1,836 Milliarden Euro steigen. Die Umsatzrendite würde sich damit von 6,15 auf 6,27 Prozent verbessern. Den Vorsteuergewinn sehen die Analysten um 2,2 Prozent auf 1,987 Milliarden Euro steigen. Unterm Strich rechnen sie mit einem Überschuss von 1,355 Milliarden Euro, gut 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Der starke Euro dürfte VW zwar zu schaffen machen, sagte ein Analyst. Hinzu kämen die Investitionen für neue Modelle, die im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen sollen. Der Konzern dürfte die Belastungen aber durch höhere Stückzahlen und eine bessere Auslastung seiner Werke ausgeglichen haben. Zudem profitiere VW weiter von der erfolgreichen Restrukturierung unter dem früheren VW-Chef Bernd Pischetsrieder.