Seoul. Fast neun Jahre nach seinem Einstieg in den südkoreanischen Markt führt der japanische Autohersteller Toyota auch Modelle seiner Kernmarke im Nachbarland ein. Der weltgrößte Autobauer begann nach eigenen Angaben am Dienstag mit dem Verkauf des Hybrid-Modells Prius, der über einen Antrieb aus Benzin- und Elektromotor verfügt, von Camry- und Camry Hybrid-Limousinen sowie des SUV-Modells RAV4. "Die Einführung der Toyota-Marke in Südkorea zielt darauf ab, die sich ausweitenden Bedürfnisse der Verbraucher in diesem wachsenden Markt zu erfüllen", sagte der Vizepräsident des Unternehmens, Yukitoshi Funo, in Seoul.
Nach Einschätzung von Beobachtern fordert Toyota mit dem Schritt verstärkt seinen koreanischen Rivalen Hyundai Motor heraus, der zusammen mit der Schwestermarke Kia mehr als 70 Prozent Marktanteile in Südkorea hat. Hyundai konkurriert mit Toyota zunehmend in anderen Ländern.
Als anfängliches Ziel nannten die Japaner den Absatz von 500 Autos der Marke Toyota im Monat im Nachbarland. Die Zahl soll im kommenden Jahr auf 700 Einheiten erhöht werden. Seit dem Jahr 2000 ist Toyota mit der Premium-Automarke Lexus in Südkorea vertreten. (dpa/gem)