Tokio. Die japanischen Autobauer Mitsubishi Motors und Mazda haben wegen der Absatzkrise und des Yen-Höhenflugs ihre Ertragsprognosen zusammengestrichen und rechnen nun mit roten Zahlen. Wie die Mitsubishi Motors Corp. am Mittwoch bekanntgab, dürfte in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr ein Fehlbetrag von netto 60 Milliarden Yen (520 Mio Euro) anfallen. Das wäre der erste Verlust seit drei Jahren. Im Oktober war Mitsubishi noch von 20 Milliarden Yen Gewinn ausgegangen. Die Mazda Motor Corp. rechnet mit einem Fehlbetrag von 13 Milliarden Yen statt eines zuvor in Aussicht gestellten Gewinns von 50 Milliarden Yen, wie Mazda mitteilte.
Im Vorjahr hatte Konkurrent Mitsubishi noch einen Ertrag von 34,7 Milliarden Yen eingefahren. An Umsatz werden jetzt 2,01 Billionen erwartet statt der zuletzt anvisierten 2,36 Billionen Yen. Es war das zweite Mal, dass Mitsubishi Motors seine Prognose für das laufende Jahr revidieren musste. Mazda rechnet derweil nur noch mit einem Umsatz von 2,55 Billionen Yen statt der bisher erwarteten drei Billionen Yen. Die gesamte japanische Autobranche leidet unter der Krise und dem Höhenflug des Yen. Selbst Branchenprimus Toyota erwartet erstmals in seiner Geschichte einen operativen Verlust. (dpa/gem)