München/Wolfsburg. Volkswagen steht vor der Übernahme der Münchner Autohandelsgesellschaft Mahag. Ein VW-Sprecher bestätigte am auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Münchner "Abendzeitung" (Mittwoch). "Es gibt einen Vorvertrag zwischen beiden Parteien. Zu Details kann ich aber noch keine Angaben machen." Die Inhalte müssten in den nächsten Tagen und Wochen noch ausgehandelt werden. Auch der Geschäftsführer der Mahag, Thomas Werthmann, wollte auf Anfrage nicht näher auf den Stand der Verhandlungen eingehen, stellte aber klar, es gehe nicht um einzelne Standorte. "Wir verhandeln mit VW über eine Übernahme der Mahag als Ganzes."
Die hauptsächlich im Raum München, aber auch in Ulm und Berlin tätige Autofirma hat bundesweit 30 Standorte. Die Mahag verkauft Automobile der Marken VW, Audi, Seat, Skoda, Lamborghini und Porsche sowie der koreanische Marke Kia. Die Gruppe beschäftigt bundesweit rund 1850 Menschen, davon etwa 1150 in München und Umgebung. Das Unternehmen litt zuletzt unter der Absatzkrise am Automarkt. Die Abwrackprämie habe zwar Linderung verschafft, sagte Werthmann, der Gebrauchtwagenmarkt sei aber sehr schwierig. "Wir haben keine Probleme, die die anderen nicht hätten." (dpa/gem)