Schanghai. Der VW-Konzern wird sein Angebot an Fahrzeugen mit vergleichsweise verbrauchsgünstigen Motoren für den Wachstumsmarkt China zügig ausweiten. "Energieeffizienz ist aktuell eine der größten Herausforderungen für die Automobilwirtschaft“, sagte Volkswagen-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg am Rande der Messe Auto Shanghai 2009. China als einer der größten Absatzregionen komme bei der Einführung emissionsarmer Antriebe eine "dominante Stellung“ zu. So wird der Passat New Lingyu, den VW jüngst in Schanghai präsentierte, mit einem 163 PS starken 1,8-Liter-Benziner ausgerüstet, dessen Verbrauch gegenüber dem Vorgängermodell mit 150 PS je nach Messzyklus um bis zu 15 Prozent niedriger ausfällt. "Chinesen mögen viel Holz, Chrom und Leder, denn sie zeigen mit ihrem Auto gern, was sie haben“, weiß Christian Meier, der den Produktionsanlauf im New Lingyu-Werk Schanghai-Anting leitet.
Zugleich aber sei in jüngster Zeit das Interesse an "grünen“ Autos mit niedrigen Emissionswerten gewachsen. Aus diesem Grund hat sich VW entschieden, auch den aktuellen Golf VI in China zu produzieren. Für den am Standort Changchun montierten Kompaktwagen sind ein sparsames TSI-Aggregat mit nur 1,4 Liter Hubraum sowie das Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen geplant. "VW weiß um die Notwendigkeit des Einsatzes für die Natur“, so Entwicklungschef Hackenberg, "und die dazu erforderlichen Technologien wollen wir über ihre Anwendung in großen Serien weiter demokratisieren.“ Unter anderem soll die Dachmarke Blue- Motion für betont verbrauchsarme Autos in China verstärkt beworben werden. Hackenberg geht fest davon aus, dass vor allem Start-Stopp-Systeme, die Rückgewinnung von Bremsenergie und innovative Gasantriebe auch im Reich der Mitte schnell an Bedeutung gewinnen werden.