Stuttgart. Die neue Porsche-Führungsspitze legt an diesem Mittwoch (25.11.) die Zukunftsstrategie für den Sportwagenbauer vor. Erwartet wird, dass bei der Bilanz-Pressekonferenz in Stuttgart VW-Chef Martin Winterkorn offiziell seien Posten als Vorstandsvorsitzender der Porsche Holding SE antreten wird. Volkswagen und Porsche hatten vor wenigen Tagen die letzten vertraglichen Hürden auf dem Weg zu einem neuen Auto-Giganten genommen. Die Sportwagenschmiede soll bis 2011 in mehreren Schritten als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert werden.
Die Stuttgarter haben wegen der gescheiterten Übernahme von VW im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 (31. Juli) einen Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro eingefahren. Ausschlaggebend für die hohen Belastungen war vor allem, dass Porsche seine Optionen auf VW-Aktien abgewertet hatte, um diese besser verkaufen zu können. Neben einem Anteil von gut 50 Prozent an VW hielt der Sportwagenbauer Optionen auf weitere rund 20 Prozent an dem Wolfsburger Konzern. Ein Großteil davon wurde mittlerweile an das Emirat Katar verkauft.
Der Absatz des erfolgsverwöhnten Unternehmens war 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 75.200 Sport- und Geländewagen zurückgegangen. Der Umsatz schmolz um 12 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Die Angaben zum Nettoergebnis sollen an diesem Mittwoch vorgelegt werden. Im Jahr zuvor hatte Porsche auch dank der VW-Beteiligung noch einen Gewinn vor Steuern von 8,6 Milliarden Euro und einen Überschuss von 6,4 Milliarden Euro erzielt.