Leipzig. Porsche setzt mit der jüngst begonnenen Serienproduktion seiner vierten Modellreihe Panamera am Standort Leipzig auf eine bessere Auslastung der Kapazitäten in dem 2002 eröffneten Werk. Hintergrund ist die stark rückläufige Nachfrage für den schweren Geländewagen Cayenne, dessen Endmontage ebenfalls in Leipzig erfolgt. Beim Absatz des SUV muss Porsche Rückgänge von bis zu 25 Prozent gegenüber den Vergleichsmonaten vor der Autokrise hinnehmen. "Gegenüber der Konkurrenz legen wir bei den Markanteilen allerdings zu“, sagt Porsche-Produktionsvorstand Michael Macht. "Und jede Krise ist letztendlich auch eine Chance.“
Die Jahreskapazität des Werks Leipzig liegt bei rund 70.000 Fahrzeugen. Vom Cayenne hatte Porsche im Geschäftsjahr 2007/2008 48.497 Einheiten hergestellt. Die Produktion des viertürigen Sportcoupés Panamera wird derzeit von täglich zehn Exemplaren sukzessive auf 90 hochgefahren. Von der Eingliederung der Fertigungsanlagen für den neuen Fahrzeugtyp in den laufenden Cayenne- Montageprozess, die Porsche im Betriebsurlaub 2007 vorbereitete, soll auch die Effizienz im SUV-Bau profitieren. So erfolgt die sogenannte Hochzeit des Cayenne inzwischen vollautomatisch.
Vor der Umrüstung der Porsche-Fabrik in Leipzig waren Antriebsstrang und Aufbau des Allradmobils von Hand verschraubt worden. "Mir ist keine andere Fabrik bekannt, in der die Prinzipien einer schlanken Produktion so konsequent umgesetzt werden wie in Leipzig“, so Macht. Für die Zukunft bleibt er optimistisch: "Die Frage nach der fünften Baureihe wird sich für uns in absehbarer Zeit stellen. Wie jedes andere Unternehmen wollen wir weiter wachsen.“