Detroit. Der krisengeschüttelte US-Autobauer Ford untermauert seinen erfolgreichen Sanierungskurs mit einem Milliardengewinn. Im zweiten Quartal stand unter dem Strich überraschend ein Überschuss von 2,3 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro). Ein Jahr zuvor hatte der zweitgrößte US-Autobauer noch einen enormen Verlust von 8,7 Milliarden Dollar verbucht.
Experten trauen Ford nun noch eher zu, die schwer angeschlagenen Rivalen General Motors (GM) und Chrysler abzuhängen. Anders als die gerade erst aus der Insolvenz gefahrenen Wettbewerber will Ford die Rettung aus eigener Kraft ohne Staatshilfen schaffen.
Das satte Konzernplus unter dem Strich gelang Ford nur durch eine milliardenschwere Umschuldung. Der dadurch erzielte Nettogewinn von 2,8 Milliarden Dollar ist ein einmaliger Sondereffekt. Der Hersteller strich in der schwersten US-Branchenkrise seit Jahrzehnten viele zehntausend Jobs und trat massiv auf die Kostenbremse.
Operativ schrieb Ford zwar mit einem Minus von 638 Millionen Dollar weiter rote Zahlen. Im Vorjahresquartal war der vergleichbare Verlust aber noch mehr als doppelt so hoch. Spätestens 2011 will der Hersteller auch operativ wieder schwarz sein.