Detroit. Der angeschlagene US-Autobauer Ford hat sich mit der mächtigen Gewerkschaft UAW auf Lohnkürzungen geeinigt und nun detailliert die Änderungen bekannt gegeben. Die Vereinbarung sehe die Streichung von Prämien, eines bezahlten Feiertages sowie die Kürzung von Zuschlägen für Überstunden vor, teilte Ford am Mittwoch mit. Zudem sollen die Pensionszahlungen neu geordnet werden. Die am Montag erzielte Vereinbarung bringt dem Autobauer nach eigenen Angaben Einsparung von mindestens 500 Millionen US-Dollar pro Jahr. Die durchschnittlichen Lohnkosten pro Arbeitsstunde sollen dadurch auf 55 Dollar sinken. Dies soll Ford wettbewerbsfähiger machen. Ausländische Autobauer zahlen in ihren US-Werken Durchschnittslöhne von 48 bis 49 Dollar.
Ford hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 14,7 Milliarden Dollar angehäuft. Trotzdem will der Konzern anders als General Motors (GM) und Chrysler auf Notkredite der US-Regierung verzichten. (dpa-AFX/gem)