Brüssel. Toyota hat derzeit mit überdurchschnittlichen Verlusten in Osteuropa und Russland zu kämpfen. Während europaweit die Verkaufszahlen im ersten Quartal 2009 um 25 Prozent zurückgingen, brach der Autoabsatz des japanischen Herstellers auf dem russischen und den osteuropäischen Märkten um 40 Prozent ein, sagt Andrea Formica, Senior Vice President Sales, Marketing & After Sales bei Toyota Motor Europe (TME).
Vergleichsweise moderat sah es dagegen in den EU-Märkten aus, wo TME einen Rückgang um 20 Prozent verzeichnete. Insgesamt setzten die Japaner in den ersten drei Monaten des Jahres 220.000 Fahrzeuge in Europa ab, das entspricht einem Marktanteil von 5,3 bis 5,4 Prozent. „Gemessen an unseren Auftragseingängen Ende Dezember 2008 und den hohen Lagerbeständen des vergangenen Jahres ist dies besser, als wir erwartet haben“, so Formica. Nach wie vor strebt Toyota in Europa einen Marktanteil von sechs Prozent an und setzt auf steigende Verkäufe im zweiten Halbjahr 2009.
Gleichzeitig räumt Formica ein, dass man den Effekt von Abwrackprämien in verschiedenen Märkten noch nicht abschätzen könne. Insgesamt rechnet der TME-Vize erst ab dem zweiten Halbjahr 2010 mit einer spürbaren Erholung auf dem europäischen Automarkt. Grundsätzlich schließt Formica nicht aus, „dass wir in einigen Märkten darüber nachdenken werden müssen, die Händlernetze zu konsolidieren“. Hierzulande will Toyota am zweistufigen Händlernetz festhalten. Allerdings seien speziell die großen Händler in den Metropolen mit steigenden Kosten konfrontiert. Deshalb strebt Toyota an, an solchen Standorten „den Fahrzeugabsatz pro Outlet zu erhöhen“.