Tokio. Der japanische Renault-Partner Nissan Motor sieht wieder höheren Erträgen entgegen. Das Unternehmen korrigierte am Mittwoch seine Prognose für das noch bis 31. März 2010 laufende Gesamtgeschäftsjahr deutlich nach oben und geht jetzt von einem Betriebsgewinn von 120 Milliarden Yen (903 Millionen Euro) aus. Gründe seien unter anderem ein kräftiger Absatz in China sowie aggressive Kostensenkungen. Zuvor war der Konzern noch von einem Verlust von 100 Milliarden Yen ausgegangen nach einem Fehlbetrag von 137,9 Milliarden Yen im Vorjahr. Unter dem Strich erwartet Nissan jetzt nur noch einen Verlust von 40 statt 170 Milliarden Yen.
Der Umsatz dürfte sich auf sieben Billionen Yen belaufen statt 6,95 Billionen Yen wie zuvor erwartet. Auch andere japanische Automobilunternehmen wie Honda und Mazda haben ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nicht zuletzt dank steigender Nachfrage in aufstrebenden Volkswirtschaften wie China nach oben korrigiert. Branchenprimus Toyota legt seine Zahlen an diesem Donnerstag vor. Ihm drohen im zweiten Jahr Verluste. Nissan, Japans Nummer Drei, hob derweil auch sein globales Absatzziel für das laufende Geschäftsjahr an, und zwar von 3,08 auf 3,3 Millionen Autos. Das wären allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum immer noch 3,3 Prozent weniger.
Nach drei Quartalen in Folge mit Verlusten war Nissan Motor im zweiten Quartal unter dem Strich bereits die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen mit einem Nettoertrag von 25,5 Milliarden Yen. Bezogen auf die ersten neun Monate sah sich Nissan mit scharfen Nachfragerückgängen in Schlüsselmärkten wie Nordamerika und Europa konfrontiert. In China dagegen stieg der Absatz um 19,3 Prozent zum Vorjahr auf 332.000 Einheiten. Im Gesamtgeschäftsjahr will Nissan dort 712.000 Autos verkaufen, 30,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Nissan gehört zu 44 Prozent dem französischen Renault-Konzern. (dpa/gem)