München. In der Autobranche wächst die Sorge um den hoch verschuldeten Sportwagenbauer und VW-Mehrheitsaktionär Porsche. Nachdem ein Notkredit über 1,75 Milliarden Euro der KfW-Bank immer unwahrscheinlicher wird, hofft Porsche nun auf den schnellen Einstieg des Emirats Katar.
"Die Buchprüfung ist positiv abgeschlossen“, berichtet ein Porsche-Sprecher. "Wir sind mit Katar also auf der Zielgeraden.“ Doch wann das Emirat Porsche-Anteile oder Optionen auf VW-Anteile kauft, die sich im Besitz der Stuttgarter befinden, ist unklar.
Die Zeit drängt: Die Zinsen für den Neun-Milliarden-Kredit, den Porsche zum Kauf von VW-Aktien aufgenommen hat, fressen den operativen Gewinn. Zusätzlich müsse Porsche monatlich einen zweistelligen Millionenbetrag zahlen, um seine VW-Optionen zu verlängern, schätzt Analyst Frank Biller von der Landesbank Baden-Württemberg. Bleibt also Katar als letzte Hoffnung. Denn eine Übernahme durch VW möchte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking offenbar vermeiden. Dabei hat VW den Plan, der Holding Porsche SE den Sportwagenbauer Porsche AG abzukaufen, fertig in der Schublade. "Das Geld liegt bereit“, heißt es in Wolfsburg.