New York. Die US-Regierung trifft in der lebensbedrohlichen Krise der Autobauer General Motors und Chrysler einem Zeitungsbericht zufolge bereits finanzielle Vorsorge für den Notfall einer Pleite. Externe Berater des Finanzministeriums verhandelten mit Banken über Insolvenz-Kredite von mindestens 40 Milliarden Dollar (31 Mrd Euro), schrieb das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf Insider. Die bisher höchsten Darlehen dieser Art in der US-Geschichte sollten im Extremfall eine Sanierung in einer Insolvenz unter Gläubigerschutz finanzieren.
Die Opel-Mutter GM und Chrysler wollen zudem nach Informationen der "Financial Times" von der kanadischen Regierung deutlich höhere staatliche Hilfen als bisher bekannt. Sie forderten acht Milliarden US-Dollar - mehr als doppelt so viel wie vor drei Monaten angenommen.
Die Autobauer hängen derzeit am Staatstropf und fordern allein von der US-Regierung Hilfen von insgesamt 39 Milliarden Dollar. Überdies verlangen sie ausländische Milliardenkredite etwa auch in Europa. Die deutsche GM-Tochter Opel arbeitet wegen der Notlage der Mutter unter Hochdruck an eigenen Rettungsplänen. Die Lage bei GM spitzt sich auch wegen eines immer weiter abstürzenden Börsenkurses dramatisch zu. Im frühen US-Handel am Montag stabilisierte sich die Aktie zumindest.