München. Schnelligkeit ist keine Hexerei. Für manche Autohersteller und ihre Vertriebspartner aber wohl doch – zumindest wenn man die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der Münchner Transfer GmbH betrachtet: Denn nur knapp jede zweite von insgesamt 600 E-Mail-Testanfragen wurde innerhalb von fünf Tagen beantwortet. Ermittelt hat dies Transfer im Rahmen der diesjährigen Testkaufstudie „Prüfstand Automobilhandel“. Auf Basis der Studie wird im Rahmen der AMI in Leipzig Ende März zum dritten Mal der Automobilwoche Award Autohandel (AAA) vergeben.
„Schon der Anfrageprozess gestaltete sich bei einigen Marken als Hürde“, sagt Bernd Villwock, Geschäftsführer von Transfer. Damit eine Anfrage überhaupt abgeschickt werden konnte, war es bei BMW, Opel und VW erforderlich, detaillierte Kontaktformulare mit obligatorischen Daten auszufüllen. „Eine Kontoeröffnung ist gar nichts dagegen“, meinte einer der Testkunden, der unter realen Voraussetzungen auf seine Anfrage verzichtet hätte. Dass es auch anders geht, bewies Ford: Hier ließen sich die Anfragen besonders einfach und schnell versenden. Wenig ermutigend war insgesamt die Reaktionszeit, denn nur knapp die Hälfte der online angeschriebenen Händler reagierte binnen fünf Tagen. Am positivsten hoben sich hier die Mercedes-Benz-Vertreter ab, und auch BMW-, Peugeot- und Citroën- Händler zeigten sich antwortfreudiger als Kollegen anderer Marken.