Hamburg. Schaeffler wird nach einem Bericht der "Welt" einen Großteil der Schulden in eine Holding auslagern.
Damit sei das Hauptproblem für eine Zusammenführung des operativen Geschäfts mit Conti gelöst, berichtete die Zeitung aus dem Umfeld des Unternehmens. Bisher galt Schaeffler mit Gesamtschulden von zwölf Milliarden Euro als zu stark belastet für eine Fusion. Nach der Stückelung der Kredite stünden Schulden und Ertrag im operativen Geschäft nun wieder in einem akzeptablen Verhältnis.
Allerdings muss Schaeffler die große Schuldenlast in der Holding nach Informationen der Welt mit hohen Zinsen bezahlen. Denn in der Holding gebe es kaum Sicherheiten, hieß es. Hier würden Kredite als Eigenkapitalersatz gegeben, verlautete aus Finanzkreisen. Zudem gelte als sicher, dass die Kredite so strukturiert seien, dass die Banken zu einem späteren Zeitpunkt leichter Zugriff auf Anteile an Schaeffler hätten. Der fränkische Autozulieferer wolle die neue Holding in den kommenden sechs Monaten auf den Weg bringen. Es gelte als wahrscheinlich, dass Conti und Schaeffler unter der Holding zusammengefasst werden. Eine Übernahme unter umgekehrten Vorzeichen, bei der Schaeffler unter das Dach von Conti käme, sei vom Tisch. (dpa/feb)