Stuttgart. Der Sportwagenbauer Porsche zahlt trotz des abrupten Endes seiner Erfolgsfahrt den Mitarbeitern einen Jahresbonus von 1100 Euro. Die 7500 Vollzeitbeschäftigten der Porsche AG in Deutschland erhalten die Sonderzahlung als Beteiligung am Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahres 2008/09 (31. Juli), sagte ein Sprecher am Dienstag in Stuttgart. Über die Höhe des möglichen Gewinns wollte er aber keine Angaben machen. Vorstandschef Michael Macht hatte bislang lediglich erklärt, dass die Porsche SE wegen der Abwertung der Optionen auf VW-Stammaktien mit einem Vorsteuerverlust von bis zu fünf Milliarden Euro rechnet. Zum Nettoergebnis schweigt das Management.
Im Jahr zuvor hatten die Stuttgarter auch dank der VW-Beteiligung noch einen Gewinn vor Steuern von 8,57 Milliarden und einen Überschuss von 6,39 Milliarden Euro erzielt. Die Tarifmitarbeiter hatten wegen dieser glänzenden Zahlen im Geschäftsjahr 2007/08 noch 3800 Euro Jahresbonus bekommen. Dazu erhielten sie aber noch eine Prämie für das 60-jährige Markenjubiläum sowie eine Sonderausschüttung für die Milliardengewinne aus den Geschäften mit VW-Aktien. Unter dem Strich hatten die Porsche-Beschäftigten damit 6000 Euro zusätzlich in der Tasche.
Der Sportwagenbauer will am 25. November auf seiner Bilanz- Pressekonferenz Einzelheiten zu seinem Geschäft im Jahr 2008/09 veröffentlichen. Konkret teilte der Autobauer bislang mit, dass der Absatz des erfolgsverwöhnten Unternehmens 2008/09 im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 75.200 Sport- und Geländewagen zurückgegangen ist. Der Umsatz rutschte um 12 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro ab. (dpa/gem)