Wolfsburg. Der Autobauer Volkswagen sieht seine milliardenschwere Kapitalerhöhung als wichtigen Schritt auf dem Weg an die Weltspitze. "Nur mit einer soliden finanziellen Basis können wir unsere strategischen Ziele realisieren", sagte Konzernchef Martin Winterkorn. VW hatte den Preis für die neuen Vorzugsaktien auf 65 Euro pro Stück festgesetzt. Der Autobauer will damit rund 4,1 Milliarden Euro einnehmen. Mit dem frischen Geld soll die schrittweise Übernahme des Sportwagenbauers Porsche finanziert werden.
Am Freitagvormittag stieg die VW-Vorzugsaktie nach Verlusten in den vergangenen Tagen um mehr als zwei Prozent auf 68,40 Euro. Marktteilnehmer bezeichneten den Preis für die neuen Aktien als besser als erwartet.
VW will bis spätestens 2018 Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen. Der Hersteller gibt insgesamt rund 65 Millionen neue, stimmrechtslose Vorzugsaktien aus. VW-Aktionäre können die neuen Papiere vom 31. März bis 13. April zeichnen. Alle Aktien wurden zwar bereits in einer Vorabplatzierung bei Privataktionären und institutionellen Investoren untergebracht. Die bisherigen Anteilseigner können allerdings noch von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen.