Stuttgart/New York. Etappensieg für Porsche in den USA: Ein Gericht in New York wies eine milliardenschwere Schadenersatzklage von Investoren als unzulässig ab, wie der Sportwagenbauer in Stuttgart mitteilte. Insgesamt hätten 39 Kläger vor dem Bundesgericht in New York Ansprüche im Zusammenhang mit dem Versuch von Porsche, den größeren Wettbewerber Volkswagen (VW) zu übernehmen, geltend machen wollen, hieß es weiter. Die Kläger bezifferten ihren Gesamtschaden auf zwei Milliarden Dollar.
Ein Porsche-Sprecher sagte am Freitag, es sei immer darauf hingewiesen worden, dass das Unternehmen die Klage in den USA für unzulässig und unbegründet halte. In Deutschland sei keine entsprechende Klage anhängig, fügte der Sprecher auf Nachfrage hinzu. Das Gericht in den USA begründete die Ablehnung der Klage in dem Verfahren Elliott Associates und Black Diamond Hedge-Fonds damit, dass die bundesstaatlichen US-Wertpapiergesetze keine Anwendung auf die betroffenen Aktiengeschäfte fänden.
Die Stuttgarter hatten sich mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften 2008 gut 74 Prozent der VW-Stammaktien gesichert und dabei einen Höhenflug der Papiere auf bis über 1000 Euro ausgelöst. Investoren, die auf fallende Kurse gewettet hatten, mussten aufgrund der Knappheit der frei verfügbaren Aktien zum sprunghaft überhöhten Preis kaufen. Diesen Schaden machen die Investoren nun geltend und werfen zudem dem damaligen Porsche-Management vor, die Informationen zu spät veröffentlicht zu haben.