Augsburg. Mit insgesamt 81.812 (Vorjahr: 78.897) verkauften Neu- und Gebrauchtwagen und einem Umsatz von 1,23 (1,22) Milliarden Euro hat die Augsburger AVAG-Gruppe das Geschäftsjahr 2008/ 2009 (per 31.8.) abgeschlossen. Die Gruppe, die auch in Polen, Österreich, Ungarn und Kroatien aktiv ist, verkaufte von 49.423 Neuwagen 36.763 in Deutschland – und bestätigte damit ihren Marktanteil von rund einem Prozent. Mit etwa 17.000 prämienbasierten Verkäufen – vor allem in der Opel- Sparte – sorgte die Abwrackprämie für einen Absatzboom.
Allerdings spiegelte dieser auch den Trend der Kunden zu kleineren Fahrzeugen im Preissegment zwischen 10.000 und 15.000 Euro wider: "Die Stückzahlen sind deutlich gestiegen, aber der Umsatz pro Fahrzeug ist deutlich gesunken“, bilanziert Vorstandschef Volker Borkowski. Zudem dominierte Opel mit einem Umsatzanteil von 58 Prozent die übrigen AVAG-Marken und das Auslandsgeschäft stärker als im Vorjahr. Ziel ist, den Anteil des Opel-Geschäfts auf 40 Prozent zu senken, um das Risiko zu reduzieren. Das operative Ergebnis der Gruppe, die seit Unternehmensgründung 1991 mehr als eine Million Autos verkauft hat, stieg auf 8,9 (8,3) Millionen Euro, die Umsatzrendite lag mit 0,7 Prozent auf dem Niveau des Vorjahrs. Ob sie erneut über dem Durchschnitt der Kfz-Branche liegen wird, ist noch nicht bekannt – der Branchenverband ZDK stellt seine Bilanz erst am 1. März vor. "Wir haben kein überbordendes Jahr erwartet und sind daher relativ zufrieden“, so Borkowski.