Washington. Die schlechten Nachrichten für Toyota nehmen kein Ende. Nachdem der japanische Autohersteller sein Erfolgsmodell Corolla auf Lenkprobleme hin untersucht, nimmt sich nun auch die US-Behörde für Verkehrssicherheit des Falls an. Schon an diesem Donnerstag könne ein offizielles Ermittlungsverfahren beginnen, schreiben US-Medien. Am Ende könnte dann ein weiterer Rückruf stehen - der mittlerweile fünfte binnen weniger Monate nach rutschenden Fußmatten, klemmenden Gaspedalen, aussetzenden Bremsen und herunterfallenden Antriebswellen.
Toyota hatte am Mittwoch in Tokio eingeräumt, dass sich Kunden über die Lenkung des Kompaktwagens Corolla beschwert haben. Fahrer in den USA berichteten, dass sie dass Gefühl gehabt hätten, die Kontrolle über den Wagen zu verlieren. Die Ursache sei noch unklar, sagte der für Qualitätskontrolle zuständige Toyota-Manager Shinichi Sasaki. Sollte es jedoch sicherheitsrelevante Details geben, werde dies zu einem Rückruf führen, fügte er an.
Betroffen wären rund 500.000 Fahrzeuge der Modelljahre 2009 und 2010. Der Corolla gehört bereits zu den mehr als acht Millionen Wagen, die wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten in die Werkstätten müssen. In Deutschland wird der Typ nicht verkauft, hier hatte der Auris den Corolla schon vor einigen Jahren abgelöst. (dpa/gem)