New York/San Diego. War alles nur ein Schwindel? Die Geschichte eines unkontrolliert rasenden Toyota Prius sorgte vor einer Woche in den Vereinigten Staaten für Schlagzeilen. Nun mehren sich die Zweifel an der Aussage des Fahrers, das Gaspedal habe geklemmt. Eine gemeinsame Untersuchung der Verkehrssicherheitsbehörde und des Herstellers hat keinerlei Fehlfunktionen zum Vorschein gebracht.
"Bis jetzt haben wir nichts finden können, was den Vorfall erklärt", teilte das US-Verkehrsministerium am Montag mit. Toyota- Verantwortliche sprachen auf einer eigens einberaumten Pressekonferenz von Ungereimtheiten zwischen der Darstellung des Fahrers und den Untersuchungsergebnissen. "Das Gaspedal wurde getestet und funktionierte normal." Weder habe es von sich aus geklemmt, noch habe die Fußmatte das Pedal verkeilt.
Der 61-jährige James Sikes hatte vor einer Woche den Notruf gewählt: Er rase mit 150 Kilometern in der Stunde über eine Schnellstraße nahe San Diego, berichtete er. Das Gaspedal seines Toyota Prius klemme, der Wagen beschleunige unaufhaltsam. Ein herbeigeeilter Polizist gab über den Lautsprecher seines Streifenwagens genaue Anweisungen, wie Sikes den Wagen stoppen könne. Nach knapp 50 Kilometern endete das Drama schließlich.