Düsseldorf. Der Elektroauto-Pionier Tesla drängt auf den europäischen Markt: "Wir wollen dieses Jahr Niederlassungen in Mailand, Paris, Kopenhagen und Zürich eröffnen", kündigte der neue Europachef des US-Start-up-Unternehmens, Cristiano Carlutti, am Dienstag im Gespräch mit der Internetausgabe des "Handelsblatts" an. Zu den bisherigen Standorten München, London und Monaco könnten im Jahresverlauf noch weitere dazukommen. "Wir suchen auch in Frankfurt und Hamburg nach geeigneten Lokalitäten und wollen dort so schnell wie möglich Präsenz zeigen", sagte das frühere Fiat-Vorstandsmitglied.
Ziel sei, den Anteil der in Europa verkauften Fahrzeuge auf rund die Hälfte des gesamten Absatzes zu steigern. Tesla sei erst seit Sommer 2009 in Europa aktiv, in Amerika ein Jahr länger, hieß es in dem Bericht. Vor einer Woche habe der Nischenanbieter, an dem der deutsche Autobauer Daimler zusammen mit seinem Anker-Aktionär Abu Dhabi mit zehn Prozent beteiligt ist, den Bau seines 1000. Sportwagens Roadster gemeldet. 50 Exemplare gingen bisher nach Deutschland, 180 Stück seien es in ganz Europa. Das Unternehmen betrachte Deutschland als seinen zweit wichtigsten Markt nach den Vereinigten Staaten, wo Tesla sieben Showrooms betreibe. (dpa-AFX/gem)