München/Bergisch Gladbach. Nach längerem Zögern haben Autohersteller laut einer Studie endgültig den Trend zum Umweltschutz erkannt und investieren deshalb kräftig in Forschung und Entwicklung. "Das hat sich dramatisch verändert", sagte Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach der Nachrichtenagentur dpa in München. "Die Innovationen der globalen Automobilkonzerne künden von einer "Zeitenwende"." Auslöser für den Kurswechsel sei vor allem der Druck der Kunden.
Seit fünf Jahren untersucht Bratzel technische Neuerungen der Hersteller. Das Ergebnis seiner aktuellen Studie sei eindeutig: Der Schwerpunkt verlagere sich auf die Entwicklung sparsamerer oder alternative Antriebe. Saubere Technik entwickele sich zum "Hygienefaktor" und präge ein neues Automobil-Leitbild.
Das gelte auch für das vieldiskutierte Thema Elektromobilität. Auch wenn es noch lange dauern werde, bis Elektroautos zur Massenware würden, gebe es kaum noch Hersteller, die nicht an solchen Projekten arbeiten. "Hatte das Elektroauto noch im Jahr 2007 keine Bedeutung (3 Neuerungen) stiegen die Innovationsanstrengen der Hersteller insbesondere im Jahr 2009 explosionsartig auf fast 30 Neuerungen an", schreibt Bratzel.