München. Einen Marktanteil von "sieben plus x“ peilt Wolfgang Booms, seit wenigen Wochen Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Ford-Werke GmbH, für das laufende Jahr in Deutschland an. Mit rund sieben Prozent Marktanteil von Januar bis Mai knüpft der Hersteller an das Niveau des Vorprämienjahrs 2008 an. "Wir wollen unsere Position über sieben Prozent Marktanteil, weiter festigen“, sagte Booms im Rahmen der Ford-Regionaltour. Es gehe um ein "ordentliches Volumen mit ordentlichem Ertrag“. Dabei spielt für Booms die Handelsorganisation, die 2009 eine Rendite von 1,4 Prozent einfuhr, eine entscheidende Rolle. "Der erste Weg zur Steigerung führt immer über den Partner vor Ort“, ist der neue Vertriebschef überzeugt.
Daneben setzt Ford auf Modelle wie den neuen S-Max, der seit Ende Mai in den Schauräumen der Vertriebspartner steht. "Drei von zehn S-Max-Neukunden steigen von Audi, BMW und Mercedes um“, freut sich Booms. Für die 2007 eingeführte Ford- Flatrate entscheiden sich mittlerweile 60 bis 70 Prozent der Privatkunden. Um auch Gewerbekunden von dem Rundum-sorglos-Paket zu überzeugen, wurde bereits im Mai 2009 eine Flatrate für Firmenkunden eingeführt, die ein Leasingpaket mit einem Schutzbrief kombiniert.
Dieses Angebot wurde in Köln weiterentwickelt, und seit März dieses Jahres wirbt man mit der "Ford Flatrate Full- Service“ um die Zielgruppe Gewerbekunden. Vertragspartner der neuen Offerte mit flexibler Laufleistung ist die ALD AutoLeasing D GmbH. Booms: "Der Vorteil für den Handel: Das Restwertrisiko liegt bei der ALD.“ Bei den Gebrauchtwagen will Ford vor allem "die Serviceloyalität fortschreiben“. Dazu soll ab Juli auch der "Econo Check“ beitragen, den Ford zum Preis von 29 Euro für alle Modelle ab Baujahr 1998 anbietet. Mittels eines Diagnose-Sticks, der sieben Tage im Auto verbleibt, wird der Fahrstil des Kunden analysiert, um Sparpotenziale auszuloten.