New York. Nach einem starken Börsenstart geht dem Elektroauto-Pionier Tesla der Schwung verloren. Am Dienstag fielen die Aktien in der letzten Handelsstunde unter den Ausgabekurs von 17 Dollar. Die Papiere schlossen 16 Prozent im Minus bei 16,11 Dollar. Das war das vorläufige Ende eines rasanten Auf und Ab. Tesla hatte vor knapp einer Woche den Sprung aufs Parkett gewagt. Schnell schossen die Aktien auf mehr als 30 Dollar hoch. Viele Anleger sind überzeugt, dass das Unternehmen beim Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb eine wichtige Rolle spielen wird. Dann bröckelte der Kurs aber kontinuierlich.
Tesla häuft seit seiner Gründung 2003 Verluste an und wird nach Schätzung von Firmenchef, Gründer und Mehrheitseigner Elon Musk frühestens in zwei Jahren Gewinne schreiben. Der kleine Hersteller gilt allerdings angesichts seiner Erfahrungen beim Bau von Elektroautos als Wunschpartner vieler großer Konzerne. Daimler und Toyota sind bereits beteiligt. Tesla liefert die Batterien für den Elektro-Smart. Gemeinsam mit Toyota will Tesla ganze Elektroautos bauen. Dazu übernimmt Tesla eine aufgegebene Fabrik der Japaner in den USA.
Tesla hat sich mit seinem gut 100.000 Dollar teuren Elektrosportwagen "Roadster" einen Namen gemacht. Zu den Kunden gehören die Schauspieler George Clooney und Brad Pitt. Das Auto braucht nur 3,9 Sekunden, um auf 100 Stundenkilometer zu beschleunigen, Ende ist erst bei Tempo 200. Eine Batterieladung reicht für rund 400 Kilometer. (dpa/gem)