München. Das Jahrzehnt neigt sich dem Ende zu – eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Und mehr als das: Die Automobilwoche will die Menschen, Marken und Unternehmen auszeichnen, die im zu Ende gehenden Jahrzehnt herausragende Leistungen gezeigt haben. Die Redaktion und unsere Leser wählen deshalb gemeinsam mit einer Fachjury, zu der Professor Dieter Dahlhoff, Professor Willi Diez, Professor Bernd Gottschalk und Robert Rademacher gehören, die "Auto-Stars des Jahrzehnts“. Die Persönlichkeit und die Automarke des Jahrzehnts wählen die Leser der Automobilwoche (www. automobilwoche.de/autostars).
Autohändler, Zulieferer und Auto des Jahrzehnts werden von der Jury bestimmt. Wessen Pläne sind aufgegangen, wer hat sein Unternehmen auf Erfolg getrimmt und ihm eine klare strategische Ausrichtung auf die Herausforderungen der Zukunft gegeben? Nach solchen Kriterien sollte gewählt werden. Prüfstein unternehmerischer Qualitäten war sicher die Finanzkrise des vergangenen Jahres. Staatliche Interventionen haben verhindert, dass der weltweite Einbruch in der Automobilindustrie mehr Opfer gekostet hat. Obwohl hier zu bedenken ist, ob diese Krise sonst nicht nur jenen Konsolidierungsprozess beschleunigt hätte, der jetzt im Autohandel, bei Zulieferern und Herstellern nur länger dauern, deshalb aber nicht weniger schmerzhaft wird.
Während einige ums Überleben kämpfen, ist es geradezu eine Freude mit anzusehen, wie andere Hersteller um die Weltspitze ringen: Audi, BMW und Mercedes-Benz um die Spitzenposition im Premiumsegment, Toyota und Volkswagen um die Position der Nummer eins weltweit. Früchte dieses Wettbewerbs sind immer bessere, schönere und effizientere Autos, die um die Käufergunst buhlen. Im Autohandel sind im vergangenen Jahrzehnt große Spieler aus dem Markt verschwunden oder haben ihre Eigenständigkeit eingebüßt, so Kroymans oder die Mahag, Urgestein des deutschen Autohandels. Die Pläne der Wellergruppe oder der Automeile Höherweg hingegen sind offenbar aufgegangen. Bei den Zulieferern haben sich Delphi und Visteon aus der Spitzengruppe verabschiedet, während Bosch und Denso um die Poleposition streiten. Doch entscheidend sind die Menschen hinter all den Unternehmungen. Wer von ihnen ist die Persönlichkeit des Jahrzehnts? Stimmen Sie ab!