Washington. Aufatmen bei Toyota: Vom US-Kongress herbeigerufene Experten der Raumfahrtbehörde NASA haben den japanischen Autobauer von dem Vorwurf entlastet, elektromagnetische Störungen hätten die Unfallserie der vergangenen Jahre ausgelöst. Ein gegenteiliges Votum hätte nicht nur das Vertrauen in die Wagen erneut erschüttert, sondern wohl auch die nächste teure Rückrufwelle zur Folge gehabt.
"Toyotas Probleme waren mechanischer Natur, nicht elektronischer", sagte Verkehrsminister Ray LaHood am Dienstag in Washington. Er hatte zusammen mit dem Kongress auf die Untersuchungen gedrungen. Es habe nur zwei Gründe gegeben, wegen denen die Autos ohne das Zutun der Fahrer beschleunigt hätten, fuhr LaHood fort: rutschende Fußmatten und klemmende Gaspedale.
Der japanische Hersteller zeigte sich in einer Stellungnahme erleichtert: Die Studie untermauere, dass die Autos von Toyota und der dazugehörigen Premiummarke Lexus sicher seien, sagte der nordamerikanische Qualitätschef Steve St. Angelo. Die restlichen Zweifel am elektronischen System dürften damit ausgeräumt sein.
Toyota hatte zur Jahreswende 2009/2010 rund acht Millionen Wagen wegen der beiden Defekte zurückrufen müssen. Das Unternehmen ramponierte sein Image, die Verkäufe brachen ein, der Schaden ging in die Milliarden. Toyota musste überdies in den USA Strafen von insgesamt 48,8 Millionen Dollar zahlen, weil der Hersteller die Probleme nach Ansicht des Verkehrsministeriums nicht rechtzeitig gemeldet hatte.