Frankfurt/Main. Die Zufriedenheit im deutschen Autohandel hat im Jahr nach der Abwrackprämie kaum gelitten: Nach der Schulnote 2,77 im Jahr 2010 – der besten seit 2001 – bewerteten die beim Schwacke MarkenMonitor 2011 befragten Händler die Hersteller-Händler-Beziehung jetzt mit der Note 2,78. Am zufriedensten mit der Hersteller-Händler-Beziehung unter allen 27 untersuchten Marken waren die Vertragspartner von Jaguar.
Insgesamt 28 Merkmale wurden den 1022 Händlern, die das mit der Untersuchung beauftragte Institut für Automobilwirtschaft (IFA) zwischen Mitte Januar und Mitte Februar befragte, zur Bewertung vorgelegt. Aus Gründen der Vergleichbarkeit werden die untersuchten Marken stets in fünf Gruppen eingeteilt: deutsche Volumen- und deutsche Premiumanbieter, große und kleine Importeure sowie Nischenspezialisten.
Opel konnte die Spitzenposition des Vorjahres unter den Volumenmarken behaupten. Zu verdanken war dies vor allem der Modellpolitik und der guten Zusammenarbeit in den Bereichen Aftersales und Vertrieb. Weniger glücklich waren die Opel-Händler dagegen mit der Herstellerbank. Im Premiumsegment musste Audi seinen ersten Platz für Mercedes- Benz räumen – die Klagen über das Margen- und Bonussystem hinterließen Spuren.
Die Mercedes-Vertreter waren mit der Fahrzeugqualität und dem Modellprogramm deutlich zufriedener als im Vorjahr, während sie der Mercedes-Bank spürbar weniger Sympathie entgegenbrachten. Die großen Importeure führt erneut Skoda vor Toyota an. Während die Partner der tschechischen VW-Tochter ihre Zufriedenheit mit dem Modellprogamm und dem Gebrauchtwagenmanagement bekundeten, straften die Toyota-Händler ihren Hersteller bei der Netz- und Modellpolitik mit schlechten Noten ab. Den Negativrekord unter den großen Importeuren erzielte Peugeot: Die Vertragspartner der französischen Marke vergaben bei allen 28 abgefragten Kriterien schlechtere Noten als im Vorjahr.