Schanghai. „Unsere Kunden lassen ihr Auto ungern aus den Augen, auch nicht in der Werkstatt“, sagt Cao Wei, Chef des neuesten und größten Audi-Autohauses in Schanghai. „Während der Kunde auf seinen Service wartet, kann er sein Auto in der Werkstatt auf dem Bildschirm beobachten.“ Schon auf den ersten Blick ins neue Audi-Terminal Aohui in Schanghai wird klar: China ist anders. Während in Deutschland Audi-Händler trotz der guten Auftragslage gern über die hohen baulichen Standards stöhnen, ist Cao Wei mächtig stolz auf seinen Betrieb, der wie zwei andere Audi-Häuser zur chinesischen Zhengtong- Gruppe gehört.
16.100 Quadratmeter Ausstellungs-, Büro- und Werkstattfläche bietet der Betrieb, der alle baulichen Standards der Marke erfüllt, wenn nicht übererfüllt: Die Neuwagen stehen auf zwei Stockwerken, verbunden durch eine Rolltreppe. Die Werkstatt ist sogar dreigeschossig. 80 Menschen arbeiten in dem silbrig glänzenden Gebäude. Hier sollen noch in diesem Jahr 1200 Neuwagen verkauft und 8000 Werkstattaufträge erledigt werden. Doch dieser Wert ist in China nur Durchschnitt. Und damit gibt sich Cao Wei nicht zufrieden. Nächstes Jahr sollen es 1800 Neuwagen sein. Schon in Deutschland haben Audi-Händler wegen der guten Entwicklung der Marke wenig Grund zum Klagen. Aber verglichen damit leben ihre Kollegen in China im Schlaraffenland.