New York. Volkswagen muss sich auf harte Konkurrenz auf dem wichtigen chinesischen Markt gefasst machen. Der US-Autokonzern Ford greift an. Die Amerikaner haben sich hehre Wachstumsziele gesetzt und wollen vor allem in den boomenden asiatischen Schwellenländern deutlich mehr Autos verkaufen. Die Kunden sollen nicht zuletzt durch günstige Preise gelockt werden.
"Wir haben eine relativ schwache Position in Asien/Pazifik", räumte Konzernchef Alan Mulally am Dienstag gegenüber dem US-Wirtschaftssender Bloomberg TV ein. Dagegen lieben die Chinesen die Modelle der beiden größeren Rivalen VW und General Motors, die sich über die Jahre eine große Fangemeinde aufgebaut haben. Ford hatte sich in China zurückgehalten und will die Scharte nun auswetzen.
Bis zum Jahr 2015 will der US-Autokonzern seine Verkäufe weltweit um satte 50 Prozent auf rund acht Millionen Fahrzeuge im Jahr hochschrauben und dabei auch noch deutlich mehr verdienen. Der Konzern will die Kunden durch verbrauchsärmere Autos locken und zudem in den Schwellenländern günstigere Versionen seiner Fahrzeuge anbieten. Der Preisnachlass soll je nach Auto bei 1000 bis 2000 Dollar liegen.
Ford-Chef Mulally machte seine Pläne auf einer Investorenkonferenz in New York öffentlich. Der ehemalige Boeing-Manager hatte den Konzern ohne größeren Schaden durch die schwere Branchenkrise des Jahres 2009 gebracht, während die zwei heimischen Rivalen General Motors und Chrysler vom Staat gerettet werden mussten. "Wir haben eine starke Position auf dem amerikanischen Kontinent und wir haben eine starke Position in Europa", sagte Mulally.