Frechen. Die Reifendiscount-Kette Quick, Bestandteil von Goodyear Dunlop Handelssysteme (GDHS), nutzt für den Einkauf von Reifen anderer Marken sowie von Felgen und Autozubehör künftig die Marktmacht der Freien Reifeneinkaufsinitiative (FRI). In der FRI bündeln mehr als 550 Mitglieder mit über 800 Filialen ihren Einkauf, um bessere Konditionen zu erhalten. Die FRI steht dabei aber nicht allen Reifenhändlern offen, wie es der Name vermuten ließe. Die Mitglieder müssen GDHS-Betriebe sein, über die FRI erhalten sie dann all jene Produkte, die sie neben den Konzernmarken Goodyear, Dunlop, Fulda, Sava, Pneumant und Debica benötigen.
Von der GDHS erhalten die Reifenhändler Unterstützung in der EDV, bei Trainings, in der Werbung oder bei Marketing-Programmen. „Die FRI ist als Beschaffungsorganisation für den Sell-in zuständig, die GDHS für den Sellout“, sagte FRI-Geschäftsführer Helmut Pesch im Gespräch mit der Automobilwoche. Die FRI bündelt die Nachfrage der Mitglieder, um bei 220 Lieferanten möglichst günstige Konditionen zu erhalten. Weil die FRI mit drei Mitarbeitern und einer Halbtagsassistentin auskommt, sind auch die Kosten niedrig. Um als FRI-Gesellschafter Mitspracherecht zu erhalten, werden 2053,88 Euro fällig, davon 520 Euro Kapitaleinlage. Sollte der Betrieb aus der Kooperation austreten wollen, erhält er die Einlage laut Pesch wieder zurück.