Detroit. Die US-Amerikaner stehen bei teuren Autos noch immer auf Japaner: Lexus ist und bleibt die beliebteste Premium- Automarke der Vereinigten Staaten. Daran hat selbst die Hysterie um klemmende Gaspedale und rutschende Teppiche bei der Toyota-Tochter nichts ändern können. Im vergangenen Jahr hat Lexus seine Verkäufe um sechs Prozent auf 229.300 gesteigert. Allerdings konnten die deutschen Hersteller aufholen: BMW verkaufte mit 220.100 Autos zwölf Prozent mehr, Mercedes konnte den Absatz sogar um 14 Prozent hochschrauben auf 216.400.
Deutsche Premiumautos genießen in den USA einen hervorragenden Ruf, allerdings ist ihr Preis im Vergleich oftmals saftig. Viele Kunden greifen deshalb lieber zu einem japanischen Modell.
Auch Honda feierte mit seiner Premiummarke Acura Erfolge: Der Absatz schnellte um 26 Prozent auf 133.600 hoch. Die Nissan-Tochter Infiniti legte um 28 Prozent auf 103.400 Wagen zu. Senkrechtstarter unter den deutschen Premiumherstellern ist Audi mit einem Plus von 23 Prozent auf 101.600 Wagen. Damit erzielte die VW-Tochter das beste Ergebnis ihrer Geschichte in den USA.
Die Nobelkarossen der US-Autokonzerne landen im Mittelfeld: Während die GM-Marke Cadillac immerhin noch 146.900 Fahrzeuge absetzen konnte und damit satte 35 Prozent mehr als vor einem Jahr, musste sich Fords Gegenstück Lincoln mit lediglich 85.800 verkauften Wagen zufriedengeben. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 war das ein Zuwachs von mageren vier Prozent. (dpa/swi)