Ihr Großvater erfand Landmaschinen, ihr Vater war überaus technikbegeistert, und Gabriele Zimmermann, 53, hat diese Leidenschaft für Fahrzeuge ganz offensichtlich geerbt. Die gebürtige Bremerin studierte in Göttingen Volkswirtschaft und evangelische Theologie – und fuhr in dieser Zeit Motorrad. "Ein Auto konnte ich mir da noch nicht leisten – und es hat Spaß gemacht.“ Das Automobil allerdings bestimmte später ihr Berufsleben, denn nach dem Examen bewarb sie sich auf eine Annonce des Verbands der Automobilindustrie (VDA) – und erhielt den Job. Das war 1982, und bis heute ist Zimmermann ihrem Arbeitgeber treu geblieben.
Seit 1994 leitet sie beim VDA die Abteilung "Ausstellungen“ und ist damit so etwas wie die "Miss IAA“. Ihr obliegt die organisatorische Verantwortung für die Messen IAA Pkw und IAA Nutzfahrzeuge, die jeweils im Jahreswechsel stattfinden. "Nach meinem Eindruck ist das Auto im Laufe der Jahre stärker in den Blickpunkt gerückt“, sagt Zimmermann. "Heute hat ein Auto immer auch Erlebnischarakter, und die IAA ist zu einem Event geworden.“ Der Anspruch an diese Leitmesse der Branche sei extrem hoch. Daher werde die Kundenorientierung immer wichtiger. "Ob es sich nun um eine Autofahrbahn in der Messehalle handelt oder um Elektroauto-Probefahrten auf dem Messegelände – wir müssen stets innovativ sein“, sagt Zimmermann. Auch deshalb, weil man international im Wettbewerb mit anderen Autoshows steht und dabei "um eine Nasenlänge“ voraus sein wolle. Gabriele Zimmermann ist verheiratet und Mutter von drei Kindern – gearbeitet hat sie dennoch durchgängig. Wie das funktioniert? "Mit hohem persönlichen Einsatz, einer Haushaltshilfe und zeitweise auch mit einem Au-pair- Mädchen.“