München. Neun Monate nach der Übernahme der Schnellreparaturkette Pit-Stop beginnt der Essener Teilegroßhändler PV Automotive mit dem Wiederaufbau der Betriebe, die zuletzt in desolatem Zustand waren. PV Automotive-Chef Stephan Rahmede will aus der Werkstattkette, die er von einer Fondsgesellschaft übernommen hat, eine Franchisekette machen. "Eine Filialkette in eigentümergeführte freie Werkstätten zu überführen ist ein langwieriger Prozess“, sagt Rahmede. Er musste in den Stationen zunächst mit absoluter Basisarbeit beginnen. Die Betriebe wurden unter der Führung der Fondsgesellschaft zuletzt wegen offener Rechnungen nicht einmal mehr ausreichend mit Batterien oder Reifen beliefert.
Da Rechner und Software veraltet waren und die Betriebe nur unzureichend in Werkzeug und Werkstatttechnik investiert hatten, brachte Rahmede sie nun auf den aktuellen Stand, kaufte Werkzeug und Computer und schulte die Mitarbeiter. Zudem wurde für die rund 400 Filialen jeweils ein Audi A1 geleast, weil ein Ersatzwagen zum Standard der neuen Pit-Stop-Betriebe gehören soll. Ein Musterbetrieb in Essen zeigt seit Ende März, wie die Zukunft der Kette aussehen soll: modernes, helles Design und Flachbildschirme, die den Kunden informieren.Pit-Stop beginnt Wiederaufbau
Neun Monate nach der Übernahme der Schnellreparaturkette Pit-Stop beginnt der Essener Teilegroßhändler PV Automotive mit dem Wiederaufbau der Betriebe, die zuletzt in desolatem Zustand waren. PV Automotive-Chef Stephan Rahmede will aus der Werkstattkette, die er von einer Fondsgesellschaft übernommen hat, eine Franchisekette machen.
Zurück zum "Jo, jo, jo ...“
Damit sollen Interessenten überzeugt werden, einen mittleren fünfstelligen Euro-Betrag in das Design und die Technologie zu investieren. Rund ein Dutzend Master-Franchisenehmer, die neu zu Pit-Stop kommen, hat Rahmede schon gefunden. "Ich bin sicher, dass wir am Ende des Jahres 70 bis 80 Betriebe im Franchising haben“, sagt er. Mit 40 bis 50 Interessenten würden derzeit "vorvertragliche Aufklärungsgespräche“ geführt.
Daher rechnet Rahmede auch damit, dass sich die Zahl der Betriebe etwas oberhalb der 400er- Grenze einpendeln wird, obwohl man zunächst etwa 25 Stationen geschlossen hat. Auf Interesse stoße das neue Franchisesystem bei freien Werkstätten, Reifenkooperationen und Reifengroßhändlern, aber auch bei Unternehmen, die bislang noch nichts mit dem Werkstattgeschäft zu tun hatten. Trotz vieler Veränderungen kehrt Pit-Stop in der Werbung zum bekannten "Jo, jo, jo...“ zurück. Unter dem Vorbesitzer war man zum Claim "Nur das, was muss“ gewechselt. Dieser Wechsel sei nachweislich für die Marke nicht erfolgreich gewesen, erklärt Rahmede.