München. Die Mehrheit der Verkäufer in deutschen Autohäusern bietet Kaufinteressenten von sich aus einen Rabatt an, am häufigsten erlebten dies die Testkäufer für den Automobilwoche Award Autohandel bei den Marken VW und Fiat. Dabei handelte es sich überwiegend um einen Nachlass auf den Listenpreis oder einen „Hauspreis“. Seltener lockten die Verkäufer mit günstigeren Finanzierungs- oder Leasingraten, Inzahlungnahmen oder kostenlosen Extras. Die höchsten Rabatte offerierte man den Testern bei Ford, Fiat und Opel, den geringsten finanziellen Spielraum hatten die Verkäufer von Mercedes-Benz.
Nach wie vor ist das Thema Rabatt also ein wichtiger Bestandteil des Verkaufsgesprächs in deutschen Autohäusern. Umweltaspekte dagegen haben – noch – eher eine Alibifunktion. „Das Thema Umwelt ist im Verkauf noch nicht angekommen“, sagt Studienleiter Bernd Villwock vom Transfer-Institut, „Umweltthemen werden in der Verkaufsargumentation noch nicht wirklich gespielt.“ Dagegen werde im Verkauf „mehr denn je“ über technische Innovationen argumentiert. Durch Entwicklungen im Bereich der Fahrerassistenzsysteme oder des vernetzten Autos erhalte diese Tendenz starken Auftrieb, so Villwock. Insbesondere die Premiummarken setzen hier im Vergleich zu den Volumenfabrikaten einen deutlichen Schwerpunkt.