Tokio/New York. Nach der Naturkatastrophe in Japan versucht der weltgrößte Autohersteller Toyota in seiner krisengeschüttelten Produktion den Hybrid-Modellen Vorrang einzuräumen. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, den Bau dreier Modelle mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor von nächster Woche an wieder aufzunehmen. In Japan laufen bisher nur Toyota-Werke für Ersatzteile und für Komponenten, die für die Fertigung in Übersee benötigt werden.
Die Japan-Produktion werde sich von Montag an nun auch auf den Prius-Van konzentrieren sowie auf die Hybrid-Modelle HS 250h und CT 250h der Luxusmarke Lexus, die zum Toyota-Konzern gehört. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo hatte zuvor vom Modell CT 200h berichtet. Der Agentur zufolge begründete das Unternehmen den Vorrang des Prius' und der zwei Lexus-Modelle mit der besonders starken Nachfrage.
Am Mittwoch hatte Toyota mitgeteilt, dass sich der Verkaufsstart des neuen Prius-Vans im Heimatland verzögere. Es sei bereits absehbar, dass der geplante Termin Ende April nicht einzuhalten sei.
Der Prius und die beiden Luxus-Hybriden sollen in den Werken gebaut werden, in denen ihre Produktion auch bisher lief. Es sei aber wahrscheinlich, dass weniger Wagen als gewöhnlich vom Band rollten, hieß es unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher. Toyota hat nach dem Erdbeben und der Tsunami-Wasserwalze erhebliche Probleme mit der Bauteile-Anlieferung - die Versorgungskette ist hochempfindlich.