Tokio/New York. Die Katastrophe in Japan wird zu einer immer größeren Bürde für den weltgrößten Autokonzern Toyota: Weil die meisten Fabriken weiterhin stillstehen, verzögert sich der Verkaufsstart des neuen Prius-Hybridvans im Heimatland. Der Termin Ende April sei nicht mehr zu halten, sagte eine Firmensprecherin am Mittwoch unserer Schwesterzeitung "Automotive News". Wann der Wagen nun eingeführt wird, konnte sie nicht sagen.
Es ist das erste Mal, dass eine Markteinführung wegen des Bebens und seiner Folgen verschoben werden muss. Toyota hat wie die Konkurrenten Mühe, Teile herbeizuschaffen. Transportwege sind zerstört, Fabriken von Zulieferern beschädigt. Zudem war die Industrie von der Regierung aufgerufen worden, Strom zu sparen. Über allem schwebt nun auch noch die Sorge vor dem Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima I.
Toyota wird seine Endmontagewerke nach eigener Auskunft frühestens in der kommenden Woche wieder in Betrieb nehmen. Doch selbst dieses Datum ist unsicher. "Eine Entscheidung, wann die Produktion wieder aufgenommen wird, muss noch getroffen werden", hatte der Konzern am Dienstag in New York mitgeteilt.