"Luxus und Stütze passen nicht zusammen!" - unvergessen sind die markigen Worte des ehemaligen Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking, der nie um ein klares Wort verlegen war. Doch das ist vorbei. Wiedeking musste Porsche vor zwei Jahren verlassen und sein Nach-Nachfolger denkt anders: "Wir werden für die Werkserweiterung Fördermittel beantragen“, sagte Matthias Müller. Ein Porsche-Sprecher begründete den Kurswechsel mit dem Argument, der Hersteller sei im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die Fördermittel nutzten. Das ist sicher richtig, allerdings traf das auch zu Wiedekings Zeiten zu. Dennoch hat dieser beim Bau des 2002 eröffneten Werks in Leipzig auf Subventionen in Höhe von 50 Millionen Euro verzichtet. Bei der Erweiterung dieser Produktionsstätte wird sich das jetzt ändern.
Seine Eigenständigkeit hat Porsche bereits vor zwei Jahren eingebüßt, als die Schwaben den Übernahmekampf gegen VW verloren. Mit der Entscheidung, Subventionen anzunehmen, verliert die Marke nun einen weiteren Teil von ihrem Nimbus, einen Teil dessen, was den Premiumhersteller aus Stuttgart zu etwas Besonderem gemacht hat. Früher war Porsche ein stolzes Unternehmen, das Subventionen als "peinlich" ablehnte. Die Zeiten haben sich geändert.Blog