Stuttgart. Die angepeilte Verschmelzung von Porsche und VW wird für 2011 immer unwahrscheinlicher: Grund ist das juristische Hickhack um die verlorene Übernahmeschlacht mit VW. Die Entscheidung über eine Schadenersatzklage in Milliardenhöhe von Investmentfonds in den USA werde sich voraussichtlich noch Monate hinziehen, verlautete am Montag aus Branchenkreisen.
Auch in Deutschland laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation noch. Eine ursprünglich für Anfang des Jahres angekündigte Zwischenbilanz werde frühestens Mitte Februar vorliegen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart.
In den USA hatte Porsche Ende vergangenen Jahres einen Etappensieg errungen. Ein New Yorker Gericht hatte eine milliardenschwere Schadenersatzklage von 39 Investmentfonds als unzulässig abgewiesen. Grund: Die betroffenen Aktien seien nicht in den USA notiert gewesen und gehandelt worden. Gegen die Entscheidung des Gerichts haben die Kläger nun Berufung eingelegt.