München. Nach knapp zehn Jahren Marktpräsenz und fast zwei Millionen verkauften Autos erweitert BMW die Modellpalette des Mini: Ab dem 1. Oktober gibt es zu Preisen ab rund 21.000 Euro als fünfte Spielart des kleinen Bestsellers das neue Coupé. „Es war an der Zeit, mal wieder neue Kaufanreize zu schaffen“, sagt Markenchef Kay Segler, der sich auf die Weltpremiere zur IAA im September freut. Dabei hofft er trotz eines Coupé-Aufschlags von 1500 bis 2000 Euro auf neue Kunden, denn das Modell soll den Mini aus der Ecke des Frauenautos holen und mehr Männer locken.
Zwar ist das Coupé technisch weitgehend identisch mit dem Dreitürer aus der Fabrik in Oxford. Die Designer durften jedoch gründlich Hand anlegen. Sie haben die Frontscheibe stärker geneigt, das Dach drei Zentimeter tiefergelegt, stark gekürzt und mit einem markanten Spoiler versehen. Und vor allem haben sie eine große, schräge Heckklappe eingebaut, aus der bei Tempo 80 automatisch ein zweiter Heckspoiler ausfährt.
Da auf eine Rückbank verzichtet wurde, besitzt das Coupé 280 Liter Gepäckraumvolumen. Mini bietet den Zweisitzer nur mit den stärkeren Motoren an. Es gibt drei Benziner von 122 bis 211 PS und einen Diesel mit 143 PS. Damit schafft das schnellste Coupé 240 km/h, das sparsamste ist mit 4,3 Litern zufrieden. Die Absatzprognose für das Coupé fällt Segler schwer, zumal als sechste Alternative im Frühjahr auch noch der Roadster kommt. Rund zehn Prozent Produktionsanteil sollen es beim Coupé aber sein.