Berlin. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnt vor möglichen schweren Folgen für die deutsche Wirtschaft infolge weiterer Lokführer-Streiks. "In vielen Branchen ist alles auf eine Just-in-time-Produktion ausgerichtet. Streiks im Schienengüterverkehr können daher bereits nach wenigen Tagen zu Produktionsstörungen führen, denn ausbleibende Bahntransporte können oft nicht kurzfristig auf die Straße oder das Binnenschiff verlagert werden", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Berliner Zeitung". So sind moderne Autowerke auf einen kontinuierlichen Teile-Nachschub angewiesen, weil sie ohne teure Lagerhaltung betrieben werden.
Wansleben reagierte damit die Ankündigung der Lokführer-Gewerkschaft GdL, demnächst stärker den Güterverkehr zu bestreiken. Die GDL erwartet bei ihrer bis Montag laufenden Urabstimmung eine große Zustimmung für einen regulären Arbeitskampf. Sie will einen Flächentarifvertrag durchsetzen, der für alle Lokführer gelten soll. (dpa/rei)