Als Margarete Haase, Finanz- und Personalvorstand des Kölner Motorenbauers Deutz, im Juli 33 neue Auszubildende begrüßen konnte, war sie positiv überrascht: "Besonders freut es mich, dass sich in diesem Jahr wieder fünf Frauen für eine Ausbildung in einem technischen Beruf entschieden haben.“ Denn noch immer wagen viel zu wenige weibliche Schulund Universitätsabgänger den Schritt in einen technischen Beruf, um so den Grundstein für eine Karriere in der Automobilindustrie zu legen. Margarete Haase hatte bis 1979 in Wien Betriebswirtschaft studiert. 1987 kam die Österreicherin zu Daimler-Benz nach Stuttgart, wo sie sich zunächst um Leasing und Absatzfinanzierung kümmerte.
2007 zog sie dann in den Vorstand von Daimler Financial Services in Berlin ein. Seit April 2009 verantwortet sie bei Deutz die Bereiche Finanzen, Personal und Investor Relations sowie als CIO den IT-Bereich des Motorenherstellers. In ihrem Unternehmen fördert die verheiratete Mutter den Berufseinstieg von Frauen nach Kräften: "Viele Mädchen entscheiden sich, wenn es um die Berufswahl geht, immer noch für mädchentypische Berufe“, sagte Margarete Haase anlässlich des "Girls' Day 2011“. "Mit unserer Teilnahme am ,Girls' Day‘ möchten wir Mädchen und jungen Frauen die Ausbildungsmöglichkeiten für technische Berufe bei Deutz noch näher bringen und ihnen den übertriebenen Respekt vor einer Tätigkeit im technischen Bereich nehmen.“ Immerhin sind bei Deutz zehn Prozent der Auszubildenden im gewerblich- technischen Bereich weiblich, womit das Traditionsunternehmen schon über dem Bundesdurchschnitt liegt. Neben ihrer Vorstandstätigkeit bei Deutz ist Haase der Autoindustrie über ihr Aufsichtsratsmandat beim Dichtungs- und Abschirmspezialisten ElringKlinger verbunden.