München. Flottenmanager können nach Einschätzung des TÜV Süd im Schnitt 250 bis 350 Euro je Auto bei der Rückgabe eines Fahrzeugs zum Leasingende sparen, wenn sie die Aufbereitung nicht den Fachwerkstätten überlassen. Dieses Geschäft möchte der TÜV Süd zunehmend selbst machen, schließlich hatte Vorstandsmitglied Horst Schneider bei der Bilanzvorlage des TÜV Süd jüngst die Fahrzeugaufbereitung als eines von vier Wachstumsfeldern auserkoren, mit dem die Münchner im Autobereich künftig unabhängiger vom klassischen Geschäft der Hauptuntersuchungen oder Führerscheinprüfungen werden wollen.
Die Rechnung des TÜV Süd ist einfach: Wenn beispielsweise der Manager eines Firmenfuhrparks seine Autos am Ende der Leasingzeit zurück zum Leasinggeber bringt, berechnet dieser alle Kratzer an den Türen und alle Dellen auf der Motorhaube nach den Sätzen, die für die Reparatur in der Fachwerkstatt angesetzt werden. Hinzu kommt der Minderwert, der durch die Reparaturen am Auto entsteht. Denn ein repariertes Auto bringt am Gebrauchtwagenmarkt nicht mehr den gleichen Preis, den der Wagen erzielt hätte, wenn er keine Reparatur nötig gehabt hätte. „Durchschnittlich 900 Euro zahlen Fuhrparkbetreiber immer noch bei der Rückgabe für Autohaus- Arbeitswerte und Minderwerte an die Leasinggesellschaft“, sagt Olaf Oestmann von TÜV Süd Auto Plus.
Beim TÜV Süd ist man davon überzeugt, die gleiche Leistung günstiger und sogar besser bieten zu können, als es Fachwerkstätten möglich ist. Dem TÜV biete sich aus den großen Auftragsmengen Sparpotenzial, weil Teile und Material billiger eingekauft werden könnten. Zudem setzt man auf Smart Repair, also schnelle und kostengünstige Reparaturmethoden. Entsprechend nennt der TÜV Süd sein Rotstift-Angebot für Flottenmanager auch SmartReturn. „Bei durchschnittlichen Einsparungen von 250 bis 350 Euro pro Auto können Betreiber großer Flotten mit 200 Leasingrückläufern pro Jahr rein rechnerisch 50.000 bis 70.000 Euro sparen“, heißt es dazu vom TÜV Süd.
Zudem bewertet zunächst TÜV Süd Auto Plus das Fahrzeug. Dabei wird errechnet, wie viel im Vergleich zur Aufbereitung und Reparatur in der Fachwerkstatt gespart werden kann. Dann wird das Fahrzeug im eigenen Retail Center des TÜV Süd aufbereitet, Dellen, Kratzer oder Flecken auf dem Sitz werden dort entfernt. Zudem kann der TÜV Süd auf die Dienste seiner Tochter Auto-Pflege-Zentrum zurückgreifen, die bald 30 Jahre in der Fahrzeugaufwertung tätig ist. Der TÜV Süd übernimmt bei Bedarf auch den gesamten Rücknahmeprozess, damit sich die Fuhrparkmanager nicht mehr um jedes einzelne Fahrzeug selbst kümmern müssen.