München. Die deutschen Händler von Jaguar und Land Rover (JLR) müssen sich künftig mit etwas weniger Marge begnügen. Um 0,5 Prozentpunkte will der britische Importeur in indischer Hand die Grundmarge kürzen, wie Peter Modelhart, Geschäftsführer von JLR für Deutschland und Österreich, im Gespräch mit Automobilwoche erklärte. Mit dem neuen Range Rover Evoque, der Mitte September auf den Markt kommt, soll die Margenkürzung greifen, die der Importeur in den Anhang der neuen Händlerverträge packt.
Damit bringe JLR seine Händlerverträge auf einen europaweit einheitlichen Standard, sie laufen fünf Jahre. Zwei Jahre vor Ablauf sollen die Händler informiert werden, ob ihr Vertrag verlängert wird. Mit dem neuen Vertragswerk wolle die Marke zu ihren 59 Jaguarund 92 Land Rover-Händlern eine „langfristige Partnerschaft“ sichern, sagte Modelhart. Die fünfjährige Laufzeit, die vom Händlerverband bereits vor dem Versand der neuen Verträge scharf kritisiert wurde, solle „doch gerade die Planungssicherheit für den Handel erhöhen“, argumentiert der Deutschland-Chef des Importeurs.
Er ist überzeugt, dass die künftig niedrigere Grundmarge durch ein deutlich höheres Absatzvolumen mehr als ausgeglichen wird. „Derzeit verkauft ein Jaguar-Land- Rover-Händler 130 Autos im Jahr. Nach der Modelloffensive werden es 240 Autos sein“, sagt Modelhart.